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Jobcoaching
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Wie war dein Weg vor dem Coaching, welchen Beruf oder welche Ausbildung hattest du davor?
Schon mit 25 wusste ich, dass ich Coachin werden möchte. Ich wollte diesen Beruf jedoch nicht überstürzt ausüben, sondern mit Lebenserfahrung, fachlicher Kompetenz und persönlicher Reife. Deshalb war ich viel auf Reisen, habe im Ausland gearbeitet, andere Kulturen und Lebensweisen kennengelernt und mich kontinuierlich weitergebildet. Neben meinen Ausbildungen zur systemischen und psychologischen Coachin sowie zum Master Coach habe ich mich auch in ganzheitlichen Methoden wie Thai Massage, Klangarbeit und der Begleitung mit zeremoniellem Kakao weitergebildet.
Während meines Studiums der Sozialwissenschaften an der Humboldt Universität war mir klar, dass ich mit Menschen arbeiten möchte. Deshalb habe ich bereits damals in der Studienberatung gearbeitet und später Erfahrungen in der empirischen Sozialforschung, der politischen Beratung, als Projektleiterin im Bildungsbereich und als Arbeitsvermittlerin bei der Bundesagentur für Arbeit gesammelt. In all diesen Stationen durfte ich Menschen begleiten, beraten und in ihrer Entwicklung unterstützen.
Heute begleite ich Menschen in Veränderungsprozessen. Ich verbinde fundierte Beratungserfahrung mit einem ganzheitlichen Blick auf den Menschen und bin dankbar, genau die Arbeit machen zu dürfen, die sich für mich wie eine Berufung anfühlt.
Was hat dich dazu gebracht, Coach zu werden?
Als Jugendliche haben mich psychologische Fragen fasziniert. Ich wollte verstehen, warum Menschen so handeln, wie sie handeln, und was echte Veränderung möglich macht. Auch meine Familie hat mich geprägt. Meine beiden Urgroßmütter waren ganzheitliche Heilerinnen und haben den Menschen in ihrem Dorf auf ihre Weise zur Seite gestanden. Rückblickend erkenne ich, dass dieser Blick auf den Menschen mich schon früh begleitet hat.
Trotzdem brauchte es Zeit, bis ich mir selbst erlaubt habe, meiner Berufung zu folgen. Ich habe selbst viele Coachingprozesse durchlaufen, mich intensiv aus- und weitergebildet und den Schritt in die Selbstständigkeit erst gewagt, als ich mich fachlich und persönlich „bereit“ fühlte. Heute ist Coaching für mich weit mehr als ein Beruf. Es ist eine Herzensaufgabe, Menschen dabei zu begleiten, wieder bei sich selbst anzukommen.
Durch eigene Krisen, Reisen und persönliche Entwicklungsprozesse kam ich schließlich selbst mit Coaching und Spiritualität in Berührung. Ich habe erfahren, wie kraftvoll es sein kann, gesehen zu werden und wieder Vertrauen in den eigenen Weg zu finden. Gleichzeitig wurde mir von anderen immer wieder gespiegelt, dass ich Menschen und ihre Themen besonders tief wahrnehme.
Wie würdest du deine Arbeitsweise in ein, zwei Sätzen beschreiben?
Ich glaube, dass die besten Antworten bereits in Dir liegen. Ich halte die Taschenlampe, Du gehst den Weg. Gemeinsam bringen wir Licht in Gedanken, Gefühle und Muster, die Dich bisher von Deinem eigenen erfüllten beruflichen Weg abgehalten haben. Mit einem ganzheitlichen Blick auf Körper, Gedanken und Gefühl gebe ich Dir Methoden an die Hand, mit denen Du deine Erkenntnisse in mutige, stimmige Veränderung übersetzt und die Du ein Leben lang eigenständig anwenden kannst.
Was sind deine ein bis drei Schwerpunkte?
Ich begleite besonders gerne Menschen, die sich beruflich neu orientieren oder an einem Wendepunkt ihres Lebens stehen. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Arbeit mit Menschen mit Migrationsgeschichte sowie die Begleitung auf dem Weg in die Selbstständigkeit. Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie viel Mut und innere Klarheit es für diesen Schritt braucht. Das Coaching von Queeren Menschen liegt mir ebenfalls am Herzen.
Für wen ist dein Coaching besonders gut geeignet? Für wen eher nicht?
Mein Coaching ist besonders für dich geeignet, wenn du bereit bist, dich ehrlich mit dir selbst auseinanderzusetzen und Verantwortung für deinen Veränderungsprozess zu übernehmen. Du musst nicht schon alle Antworten kennen, aber die Bereitschaft mitbringen, neue Perspektiven einzunehmen, ins Handeln zu kommen und auch nach innen zu schauen.
Weniger passend ist mein Coaching, wenn du dir wünschst, dass jemand Entscheidungen für dich trifft oder dir einen fertigen Fahrplan vorgibt. Ich begleite dich dabei, deine eigenen Antworten zu finden und deinen Weg zu gehen. Den Weg selbst kann ich dir nicht abnehmen.
Unwillkommen sind Menschen mit sexistische, rassistischen und queerfeindlichen Überzeugungen.
Welche Methoden setzt du ein und warum genau diese?

Kein Mensch lässt sich auf eine Methode reduzieren. Deshalb arbeite ich ganzheitlich: psychologisch, systemisch, somatisch und mit der SEMBU-Methode, damit Kopf, Körper und Unterbewusstsein gemeinsam einbezogen werden. Für berufliche Fragestellungen nutze ich zusätzlich Ansätze wie Ikigai zur Sinnklärung oder das Lebensrad zur Standortbestimmung. Ergänzend arbeite ich, je nach Anliegen, mit Modellen wie dem Enneagramm oder Human Design, um dir mehr Klarheit über dich selbst zu geben. Als Werkzeug zur Selbsterkenntnis, nie als Schublade.

Wie läuft eine typische Coaching-Einheit bei dir ab?
Jede Sitzung beginnt mit einer kurzen Grounding-Übung, damit du im Moment ankommst und den Alltag hinter dir lassen kannst. Danach schauen wir gemeinsam, was dich gerade bewegt und was heute im Fokus stehen darf.
Von dort aus folgen wir einem klaren Prozess: Wir nehmen wahr, was wirklich da ist, verstehen die Muster, Bedürfnisse oder Schutzstrategien dahinter, und lernen, sie ohne Bewertung oder Kampf anzunehmen. Darauf aufbauend richten wir uns auf den stimmigen nächsten Schritt aus und überlegen gemeinsam, wie du ihn in deinem Alltag verkörpern kannst.
Je nach Anliegen arbeite ich dabei mit Gesprächen, Reflexionsfragen, 90-Tage Pläne, somatischen Übungen oder Methoden aus der SEMBU-Methode. Am Ende jeder Sitzung steht immer ein konkreter nächster Schritt, damit Erkenntnisse nicht nur im Coaching bleiben, sondern ihren Weg in deinen Alltag finden.
Worauf können sich deine Coachees konkret freuen?
Du kannst dich auf einen Raum freuen, der ganz dir gehört, in dem du wirklich gesehen wirst, so wie du bist. Auf jemanden, der empathisch zuhört, mit Ideen mitdenkt und dir gleichzeitig das Handwerkszeug an die Hand gibt, das wirkt. Und auf eine Tür, die sich zu einem Leben öffnet, das sich für dich stimmiger anfühlt.
Gab es in deinem eigenen Werdegang eine berufliche Veränderung, aus der du heute schöpfst?
Mit 25 bin ich auf Weltreise gegangen und habe meinen Masterstudienplatz bewusst sausen lassen, obwohl ich mein Leben lang Einser-Schülerin war. Ich habe auf Farmen gearbeitet, Spargel am Fließband verpackt, eine Erntemaschine gefahren, geputzt, verkauft, Tanz unterrichtet, akademisch gearbeitet. Dabei habe ich gelernt: Es gibt viele Wege, zu arbeiten und zu leben UND dabei glücklich zu sein.
Auf reisen erkannte ich, dass ich frei leben möchte und Menschen begleiten will in ihre Leichtigkeit. Erlaubt habe ich es mir trotzdem erst Jahre später, denn Träume dürfen Zeit brauchen, solange man ihnen bewusst und Schritt für Schritt näherkommt. Ich wollte zunächst Erfahrung sammeln und bei mir selbst aufräumen. So wurde ich bewusst Arbeitsvermittlerin.
Als sich mir die Chance auf eine Führungslaufbahn bei der Bundesagentur bot, entschied ich mich erneut bewusst dagegen. Eine bewusste, wenn auch gruselige Entscheidung, gegen die Sicherheit, für meine Träume. Heute bin ich stolz, dass ich als Kind einer Migrantenfamilie die Erste in meiner Familie bin, die sich in Deutschland selbstständig gemacht hat.
Was war die größte Hürde, die du selbst genommen hast, und was hat dir dabei geholfen?
Die größte Hürde war die Entscheidung, meinen sicheren Marketingmanager Job zu kündigen und mich für die Selbstständigkeit in der Achtsamkeitsbranche zu entscheiden. Geholfen hat mir dabei meine eigene Meditationstechnik Heart Answers®. Die Bewegung weg vom Außen und hinein zu den eigenen inneren Antworten und diesen dann auch zu vertrauen und aus der Komfortzone heraus zu folgen. Seit ich mit der School of Souls selbstständig bin, weiß ich was Erfüllung wirklich bedeutet.
Im Kern ging es immer darum, mein Leben zu leben, auch wenn andere es nicht verstehen oder mir sagen, ich würde mein Potenzial nicht ausschöpfen. Geholfen hat mir dabei mein innerer Kompass, mein Vertrauen, dass ich weiß, wo ich hinwill, auch wenn der Weg dorthin nicht dem entspricht, was andere erwarten.
Deine formalen Qualifikationen (Abschluss, Coaching-Ausbildung, Zertifikate)?

Ich habe einen Bachelorabschluss in Sozialwissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin und bin zertifizierte psychologische und systemische Coachin (750 UE). Meine Coachingkompetenz habe ich durch die international anerkannte Ausbildung zum Master Coach am Institute for Coaching Mastery (ICF & AC anerkannt) vertieft. Ergänzend bilde ich mich kontinuierlich in den Bereichen Somatik, Nervensystem, Persönlichkeitsentwicklung sowie durch Ausbildungen in Thai Massage, Klangschalentherapie und zeremonieller Kakaoarbeit weiter.

Wie viele Jahre Erfahrung hast du im Coaching beziehungsweise in deinem vorherigen Berufsfeld?
Ich bringe über 6 Jahre Erfahrung in der Beratung und Begleitung von Menschen, davon seit über 2 Jahren als selbstständige Job- und Karrierecoachin. Zuvor war ich unter anderem in der Studienberatung der Humboldt-Universität, als Arbeitsvermittlerin bei der Bundesagentur für Arbeit sowie in der Bildungsarbeit tätig. Mit psychologischen Themen beschäftige ich mich seit über 13 Jahren.
Gibt es einen Satz, den du Interessentinnen gern als Erstes sagen würdest?
Manchmal finden wir unseren Weg nicht, indem wir mehr suchen, sondern indem wir aufhören, vor uns selbst wegzulaufen.